Jeder Punkt unten ist ein praktischer Ausgangspunkt, keine Rechtsberatung; Regeln und ihre Durchsetzung können je nach Stadt variieren und sich mit der Zeit ändern — prüfen Sie daher alles Wichtige vor der Abreise zusätzlich über offizielle Quellen.
Die Regeln in 30 Sekunden
Trinkgeld (auf Englisch)
Trinkgeld ist auf dem chinesischen Festland nicht üblich — weder im Restaurant, im Taxi noch im Hotel.
Alkohol (auf Englisch)
Das gesetzliche Mindestalter für den Kauf von Alkohol wird landesweit einheitlich mit 18 Jahren angegeben.
Rauchen (auf Englisch)
Rauchverbote in Innenräumen werden in Großstädten konsequent durchgesetzt — Peking und Shanghai gelten häufig als Beispiele für eine strikte Umsetzung in Restaurants, Hotels und anderen öffentlichen Innenräumen.
Bei Rot über die Straße & Verkehr
Viele chinesische Städte setzen an Fußgängerüberwegen Kameraüberwachung ein, und die Regeln zum Rechtsabbiegen bei Rot unterscheiden sich je nach Stadt und Kreuzung. Am sichersten ist es, sich an die Ampel zu halten, statt anzunehmen, dass die Kreuzung frei ist, nur weil andere Fußgänger gehen — schauen Sie in beide Richtungen und behandeln Sie jede Kreuzung als Einzelfall.
E-Zigaretten (auf Englisch)
Die Regeln für E-Zigaretten unterscheiden sich von denen für gewöhnliche Zigaretten und wurden laut Berichten in den letzten Jahren verschärft.
Drohnen (auf Englisch)
Die Registrierung von Drohnen unter Klarnamen wird weithin als Pflicht berichtet, und viele städtische oder sensible Gebiete sind Flugverbotszonen.
Medikamente (auf Englisch)
Verschreibungspflichtige Medikamente in der Originalverpackung mitführen, im Idealfall mit einer ärztlichen Bescheinigung, die beschreibt, worum es sich handelt und wofür Sie sie benötigen.
Fotografieren
Militärische Anlagen zu fotografieren ist gesetzlich verboten. Bei Regierungsgebäuden sowie Grenz- und Sicherheitskontrollpunkten gilt das Fotografierverbot eher als praktische Vorsichtsregel denn als nachweisbares gesetzliches Verbot — verzichten Sie trotzdem darauf, ebenso wie in Sicherheitsbereichen an Flughäfen und Bahnhöfen. Fotografieren Sie außerdem keine Polizei- oder Sicherheitskräfte und keine Sicherheitseinrichtungen — ein Verstoß kann zu einer vorübergehenden Festnahme führen. Abgesehen davon ist das Fotografieren von Menschen und Orten im öffentlichen Raum meist unproblematisch: Fragen Sie höflich, bevor Sie jemanden aus der Nähe fotografieren, und stecken Sie die Kamera weg, wenn Sicherheitspersonal oder ein Schild Sie dazu auffordert.
Sicherheitskontrollen
An U-Bahn- und Bahnhöfen werden Taschen so gut wie überall per Röntgen kontrolliert, ähnlich wie am Flughafen. Planen Sie beim Zugfahren etwas zusätzliche Zeit ein, besonders mit Gepäck. Wasserflaschen werden manchmal getestet oder müssen geöffnet werden — die Abläufe können je nach Bahnhof und Stadt variieren.
Ausweispflicht
Wer 16 Jahre oder älter ist, muss laut Gesetz seinen Reisepass (oder ein anderes internationales Reisedokument) in China jederzeit bei sich tragen und ihn der Polizei auf Verlangen zur Kontrolle vorlegen. Ein Foto oder eine Kopie gilt nicht als Ersatz — Behörden, Hotels und die meisten kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten verlangen das Original. Wer die Vorlage bei einer Kontrolle verweigert, riskiert eine Verwarnung und ein Bußgeld von bis zu 2.000 RMB.
Rauchverbot im Hochgeschwindigkeitszug
In Hochgeschwindigkeitszügen (Dòngchē) ist Rauchen landesweit gesetzlich verboten — auch in Toiletten und auf den Übergängen zwischen den Wagen. Das ist die einzige landesweit einheitliche Rauchregel in China: Verstöße werden von der Polizei mit einem Bußgeld von 500 bis 2.000 RMB pro Person geahndet, und ein ausgelöster Rauchmelder kann dazu führen, dass der Zug abbremst oder anhält.
Drogenkonsum im Ausland
Auch Drogenkonsum außerhalb Chinas kann in China strafrechtlich verfolgt werden, etwa wenn er sich später per Haaranalyse nachweisen lässt — das betrifft auch Substanzen, die in Deutschland inzwischen teilweise legal sind, etwa Cannabis seit 2024. Der Besitz von Drogen in China kann mit sehr hohen Strafen bis hin zur Todesstrafe geahndet werden, die laut Auswärtigem Amt auch gegenüber Ausländern regelmäßig vollstreckt wird. Gehen Sie mit diesem Thema entsprechend vorsichtig um.
Polizeiliche Befugnisse
Eine Polizeikontrolle ist meist reine Routine — Reisepass bereithalten, ruhig bleiben und kooperieren reicht in aller Regel aus. Gleichzeitig kann die Polizei bei mehr als 200 (teils weit auslegbaren) Tatbeständen auch ohne Gerichtsurteil ein Bußgeld von bis zu 5.000 RMB oder bis zu 15 Tage Verwaltungshaft verhängen — dieses Gesetz gilt ausdrücklich auch für Ausländer.
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Quellen für die Angaben auf dieser Seite
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